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Mit Epithesen werden also Organverluste verdeckt, die durch eine Krebserkrankung, und der daraus infolge nötigen Tumorresektion entstanden sind, oder aber begründet durch die bereits genetisch bedingte Nichtanlage. Zu dem betroffenen Personenkreis zählen selbstverständlich auch Menschen die durch Unfälle, Verbrennungen, oder auch als Folge von Gewalteinwirkung Schaden an ihrem Körperbild genommen haben.
Zu den Gesichtsversehrten gehören auch jene, die irreparabel nicht nur extraorale Defekte (außerhalb des Körpers) sondern auch intraoral (im Körper, z.B. der Mundhöhle) körpereigenes Gewebe, sowie Knochen und Knorpelanteile verloren haben und nun ebenso entscheidend in ihrer Gesundheit und Lebensqualität beeinträchtigt sind.
Der Rehabilitation von Patienten mit Kopf- Halsdefekten nehmen sich daher Spezialisten an, die in medizinischer, sowie in medizintechnischer Hinsicht bereits eine qualifizierte Ausbildung in dieser Richtung absolviert haben. Meist sind es Ärzte aus dem MKG und HNO Bereich und Zahntechniker die sich speziell in diesem Aufgabengebiet weitergebildet haben und kooperativ zusammenarbeiten, um dem Gesichtsversehrten einen hochwertigen Epithesenersatz zu bieten. Die in dieser Spezifikation arbeitenden Spezialisten nennen sich Epithetiker oder Anaplastologen.
Neben dem Epithetiker, übernehmen vor allem die Ocularisten (Augenprothetiker) einen sehr wichtigen Anteil der Rehabilitation von Gesichtsfeldversehrten. Mit den von ihnen hergestellten Glasaugen, sind sie für Menschen die einen Augenverlust erlitten haben, meist der erste Ansprechpartner zu einer adäquaten Rehabilitation. Sie unterstützen ebenfalls die Epithetiker, indem sie für diese, für den Patienten nach Orbitaverlust, die nötigen Augenschalen für die Orbitaepithese herstellen.
Heute werden Epithesen meist aus Medical - Silikon hergestellt. Dieses Material wird körperwarm, ist angenehm weich wie die menschliche Haut und kann in alle Hautfarbtöne eingefärbt werden, so dass ein Defekt unauffällig verdeckt werden kann. Siehe Beispiel!
Die sichere Fixierung der Epithesenversorgung ist abhängig von vielen Faktoren. So bevorzugt man heute nach Möglichkeit eine knochenverankerte Implantatversorgung, die eine gute Voraussetzung für die Befestigung einer Steg - Reiterfixierung (siehe Beispiel!) oder einer Magnetfixierung bietet. Epithesen die durch die Art des zu verdeckenden Defektes sich selbst tragen sind ebenfalls möglich. Es stehen ferner eine große Anzahl verschiedener Hautkleber zur Verfügung, für Patienten die z. B. keine weitere Operation mehr wünschen oder diese medizinisch als nicht sinnvoll erweist, doch auch für Kinder bei denen man sich noch alle Möglichkeiten offen lassen möchte. Die Fixierung an eine vorhandene Brille, gehört auch heute bei den vielfältigen Möglichkeiten nicht der Vergangenheit an, sie ist nicht immer auszuschließen und manchmal die einzige Möglichkeit für einen Betroffenen seinen Gesichtsdefekt zu verbergen.
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